Freundschaft

by Hubi on 30. Dezember 2009

Seit eineinhalb Tagen brüte ich über diesem Artikel, ohne ein Wort geschrieben zu haben. Warum? Nun, es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Egal wieviele Adjektive ich aneinander reihe, letztenendes können sie trotzdem nicht die Ganzheit des Gefühls wiedergeben. Wie dem auch sei, diejenigen, die gemeint sind, werden’s verstehen.

Soziale Netzwerke verbinden. Seit Facebook und Twitter hat jeder sehr viele Freunde. So viele, dass man für die echten eine neue Bezeichnung bräuchte. Mehrere hundert Kontakte zu haben ist auf diesen Plattformen keine Seltenheit. Aber sind das auch alles Freunde? Was sind denn wahre Freunde, was zeichnet sie aus?

Die meisten meiner Bekannten kennen wahrscheinlich nur ein paar wenige Facetten meiner Persönlichkeit. Sie haben ein Bild von mir und erwarten, dass ich dem gerecht werde. Man bewegt sich ausschliesslich auf dem vertrauten und gleichermassen beschränkten Terrain. Ausflüge abseits der gewohnten Pfade sind nur in seltenen Fällen willkommen, da sie das Bild aus gänzlich neuen Blickwinkeln zeichnen.

Es ist nur eine Hand voll Menschen – eben die echten Freunde – mit denen man alles Teilen kann: Hoffnungen und Ängste, Freude und Leid, Licht und Schatten. Der Nährboden für eine solche Freundschaft ist Vertrauen, Ehrlichkeit und Verständnis, frei von irgendwelchen Erwartungen. Man gibt, ohne etwas dafür zu erwarten, hört zu und redet miteinander, macht sich gegenseitig stark und darf auch schwach sein, braucht sich nicht zu schämen und ist füreinander da. Jederzeit.

Begegnungen mit solchen Freunden und – in Ermangelung eines besseren Wortes – Seelenverwandten sind immer etwas besonderes. Es war eine solche Begegnung vor wenigen Tagen, die mich sehr berührt und zu diesem Artikel inspiriert hat. Ich bin unendlich dankbar, so gute Freunde an meiner Seite zu wissen. Sie sind es die mich stoppen, wenn ich mit meinem Boot blindlings auf einen Felsen zusteuere. Menschen, die mich wirklich kennen und mich trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – mögen, so wie ich bin… ;-)

Die richtigen Worte habe ich zwar noch immer nicht gefunden, aber wenigstens sind die Gedanken in irgendeiner Form zu Papier gekommen. Vielleicht werde ich den Artikel noch etwas umschreiben müssen, aber nicht heute.

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{ 3 comments… read them below or add one }

Anna 31. Dezember 2009 um 00:03

Lieber Hubi

:-) Sehr schön… Und rate mal, welches Thema (eines von zwei) ich am Sa./So. im Kopf rumgedreht habe und immer noch am Rumdrehen bin. :-) Ich glaube, ich platziere deinen Link auf meinen Blog. Ich glaube nicht, dass ich in den nächsten Tagen was bei mir reinstelle. Aber vielleicht ist das morgen wieder bereits anders. *lach*

Ich erlebe nach dem Trainingstag gerade eine Wunder-volle Zeit… Mehr dazu am Freitag. :-)

Liebe Grüsse
Anna

Anna 31. Dezember 2009 um 00:04

Hi!

Oh, ich sehe gerade, dass du mich – so nett! – verlinkt hast. Dann mach ich das erst recht auch! :-D

LG
Anna

Hubi 31. Dezember 2009 um 00:17

Liebe Anna

Vielen Dank, nicht nur für deinen Kommentar und den Link. :-) Wenn das so ist, freue ich mich gleich doppelt auf den Freitag.

Bis dahin eine weiterhin Wunder-volle Zeit und liebe Grüsse
Hubi

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