Sturmgewehr gegen Harke getauscht

by Hubi on 18. Juni 2010

Meine Beförderung zum Zivi liegt schon acht Monate zurück. Heute konnte ich endlich auch meinen Militärkrempel entsorgen. Tarnanzug, Stahlhelm, Uniform, Gewehr, Munition und was sonst noch alles dazu gehört nehmen nun keinen Platz mehr in meinem Keller in Anspruch. Nicht einmal 10 Minuten hat’s gedauert, die Ausrüstung im Zeughaus abzugeben. Dafür musste ich umso länger auf diesen Augenblick warten.

Wie werde ich die restlichen Diensttage verbringen? Anstatt fürs Vaterland werde ich mich für Mutter Natur engagieren. Meinen Zivildienst im November werde ich bei der Stiftung Wirtschaft und Ökologie (SWO) leisten.

Das Aufgabengebiet wird auf der Webseite der SWO wie folgt beschrieben: «Zivildienst-leistende der SWO pflegen Hecken, pflanzen traditionell bewährte Hochstamm-Obstbäume, entbuschen Orchideenwiesen, bekämpfen invasive Neophyten, revitalisieren Fliess- und Stillgewässer und verrichten dadurch Tätigkeiten, die zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt erforderlich sind, aber im gegenwärtigen wirtschaftlichen Kontext finanziell nicht hinreichend gewürdigt werden. Die Zivildienstleistenden sind deshalb zu einem Garanten unserer Umwelt- und Lebensqualität geworden.»

Das bedeutet, dass ich nicht mehr mit einem Sturmgewehr gegen Pappscheiben in Menschengestalt kämpfe sondern mich für die Erhaltung von Naturschutzgebieten einsetzen werde. Eine Arbeit, die sinnvoll ist und gleichzeitig eine willkommene Abwechslung zu meinem IT-Job bietet…

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{ 2 comments… read them below or add one }

Anna 18. Juni 2010 um 21:01

Gartenarbeit kann so beruhigend wirken – sofern das Wetter mitspielt. :-)

Hubi 18. Juni 2010 um 21:16

Ich will doch hoffen, dass das Wetter mitspielt. Ansonsten gibt’s kein schlechtes Wetter sondern nur unpassende Kleidung… ;-)

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